Versorgung weiterdenken · Fachbereich für Praxen und Kliniken
Versorgungsdialog
Wir suchen den Schulterschluss mit Ihrer Praxis: gemeinsam an Patientinnen und Patienten arbeiten, Teams verzahnen, Wissen austauschen — und Verordnungen so gestalten, dass große Versorgungsbedarfe auskömmlich versorgt werden können, ohne Ihr Budget zu belasten.
Dialog statt Zuweisung
Der Versorgungsdialog ist keine Bitte um Überweisungen. Er ist ein Angebot zur Zusammenarbeit — fachlich, organisatorisch und persönlich.
„Was hindert einen Menschen aufgrund seiner Erkrankung daran, seinen Alltag selbstständig, sicher und entsprechend seinen persönlichen Zielen zu bewältigen?"
Diese Frage verbindet Ihre Behandlung mit unserer Arbeit. Wir verstehen uns als fachlicher Versorgungspartner — als ausführender, rückkoppelnder Therapiepartner, der die ärztliche und psychotherapeutische Behandlung ergänzt. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Konkret heißt das: gemeinsame Fälle strukturiert versorgen, Behandlungsverläufe transparent machen, Wissen zu Verordnungswegen teilen und die Übergabe zwischen Praxis und Therapie so einfach wie möglich machen. Die Entscheidung bleibt dabei vollständig bei Ihrer Praxis.
Die ärztliche Behandlung stellt die medizinische Voraussetzung her. Ergotherapie übersetzt diese Voraussetzung in praktische Handlungsfähigkeit.
Die Heilmittel-Richtlinie stellt nicht allein auf die Diagnose ab, sondern auf die Gesamtbetrachtung von Schädigung, beeinträchtigten Aktivitäten und Kontextfaktoren — die ICF-Logik von Körperfunktion, Aktivität und Teilhabe. Genau an dieser Schnittstelle arbeiten wir mit Ihnen zusammen.
Für Ihre Fachrichtung
Der Versorgungsdialog richtet sich an Fachärztinnen und Fachärzte, Hausarztpraxen, Klinikärztinnen und -ärzte sowie Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten — jede Fachrichtung mit ihrer eigenen Versorgungsfrage.
Medikamente kontrollieren die Krankheitsaktivität. Ergotherapie hilft, Handfunktion, Alltag und Selbstständigkeit zu erhalten.
Ergotherapie beginnt dort, wo eine Erkrankung den Alltag verändert.
Neurologische Fähigkeiten müssen nicht nur trainiert, sondern in den Alltag übertragen werden.
Psychiatrische Behandlung stabilisiert. Ergotherapie hilft, aus Stabilität wieder Alltag zu machen.
Psychotherapie verändert Verstehen und Erleben. Ergotherapie unterstützt die Umsetzung im täglichen Handeln.
Wir helfen, aus Beweglichkeit wieder Gebrauchsfähigkeit und aus medizinischer Behandlung wieder Alltag zu machen.
Die Operation stellt die anatomische Voraussetzung her. Handtherapie stellt die praktische Gebrauchsfähigkeit wieder her.
Wir unterstützen die Steuerung des Heilverfahrens mit aktiver Therapie, dokumentierten Fortschritten und klarer Orientierung an der beruflichen Wiedereingliederung.
Wir machen sichtbar, ob neurologische und motorische Fortschritte im Alltag tatsächlich nutzbar werden.
Wir helfen, die Lücke zwischen Entlassung und ambulanter Weiterbehandlung zu schließen.
Vier Behandlungsformen — ein Ziel
Ergotherapie, Physiotherapie und Medizinische Fitness unter einem Dach. Die vier ergotherapeutischen Behandlungsformen decken das gesamte Verordnungsspektrum ab.
Motorisch-funktionell
Gelenkbeweglichkeit, Stabilität, Kraft, Ausdauer, Koordination, Grob- und Feinmotorik, Handfunktion, Gelenkschutz.
Sensomotorisch-perzeptiv
Körperwahrnehmung, Sensibilität, Bewegungsplanung, Verarbeitung sensorischer Informationen, sichere Handlungsdurchführung.
Hirnleistungstraining / neuropsychologisch orientiert
Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Orientierung, Denken, Planung, höhere kognitive Funktionen, selbstbestimmte Lebensgestaltung.
Psychisch-funktionell
Antrieb, psychische Stabilität, Selbstwahrnehmung, emotionale Regulation, Psychomotorik, Verhalten, Alltagsstruktur, Teilhabe.
Nach Operation oder Verletzung übertragen wir das medizinische Ergebnis schrittweise in Beweglichkeit, Gebrauchsfähigkeit, Alltag und berufliche Funktion — mit aktiver Therapie und messbaren Verläufen in der funktionellen Trainingswelt „Kraftwerk".
Rückmeldung über KIM — sicher und strukturiert
Wir kommunizieren mit Ihrer Praxis über KIM, den verschlüsselten Standard der Telematikinfrastruktur — direkt in Ihr Praxisverwaltungssystem, ohne Medienbruch.
Nach Einwilligung der Patientin oder des Patienten erhalten Sie von uns auf diesem Weg:
- strukturierten Erstbefund nach Behandlungsbeginn
- Verlaufsberichte zu vereinbarten Zeitpunkten
- Therapieplan mit Zielen und Behandlungsfrequenz
- Abschlussbericht mit Ergebnis und Empfehlung
Unsere Formel dafür: „So viel Rückmeldung wie nötig — so wenig Zusatzaufwand wie möglich." Sie bestimmen die Kommunikationsstufe, die zu Ihrer Praxis passt.
Basis
Rückmeldung nur bei Unklarheiten oder Auffälligkeiten im Behandlungsverlauf.
Standard
Zusätzlich Erstbefund, Zwischeninformation und Abschlussbericht.
Intensiv
Definierte Rückmeldezeitpunkte, Messwerte und Berichte vor Ihren Kontrollterminen.
Empfehlen genügt — den Weg geht Ihr Patient selbst
Die Wahl des Leistungserbringers liegt bei der Patientin oder dem Patienten. Ihre Praxis muss nichts hochladen, nichts anmelden, nichts organisieren.
Verordnung in Ihrer Praxis
Sie stellen die Heilmittelverordnung aus und können unser Zentrum empfehlen — heute in Papierform, künftig digital. Mehr ist von Ihrer Seite nicht nötig.
Ihr Patient meldet sich selbst
Die Patientin oder der Patient reicht die Verordnung eigenständig bei uns ein — bequem digital von zu Hause oder telefonisch. Unser Team prüft die Verordnung und klärt Rückfragen direkt.
Terminvorschlag & Behandlungsbeginn
Ihr Patient erhält zeitnah Terminvorschläge — in der Ergotherapie beginnt die Behandlung in vielen Fällen in unter fünf Werktagen. Sie erhalten Rückmeldung über KIM.
Die Therapielotsen
Therapielotsen sind unsere fachliche Schnittstelle zu Ihrer Praxis: ein festes Team mit klaren Zuständigkeiten — für Verordnungsfragen, Fallabstimmung, Berichtswesen und die Weiterentwicklung der Zusammenarbeit.
Kai Collis
Therapeutische Leitung
Sven Kurpierz
Leitung Medizinische Fitness
Sandra Horr
Zentrumsleitung
Daniela Schreers
Leitung Heilmittel
Unsere Therapielotsen stellen keine Diagnosen, treffen keine Verordnungsentscheidungen, ersetzen keine Beratung durch Ihre Kassenärztliche Vereinigung und geben keine Garantie für die Anerkennung durch Kostenträger. Wir ändern ärztliche Vorgaben nicht eigenmächtig — bei unklaren Nachbehandlungsschemata halten wir Rücksprache.
Fotos: Malvin Boer
Fachwissen zum Mitnehmen
Unsere Whitepaper und Checklisten der Serie „Versorgung weiterdenken" — zum Lesen, Weitergeben und Nutzen am Arbeitsplatz.
Ergotherapie für fünf Fachgruppen
Rheumatologie, Hausarztmedizin, Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie: Versorgungslücken, Beitrag und Nutzen je Fachgruppe.
PDF folgt in KürzeAkut zu Funktion
Für D-Ärztinnen und D-Ärzte, Handchirurgie und Kliniken: BG-Heilverfahren, Versorgungspfad, Return to Work und Kommunikationsstufen.
PDF folgt in KürzeErgotherapie in Orthopädie, Unfallchirurgie & Neurochirurgie
Mit vollständigem Verordnungswissen: Diagnosegruppen, Blankoverordnung, BVB, LHB und die vier Verordnungswege im Vergleich.
PDF folgt in KürzeFallprüfung Ergotherapie
In sechs Schritten vom Patientenhinweis zur passenden Verordnung — als Ankreuzformat für den Arbeitsplatz.
PDF folgt in KürzeWeiterbehandlung nach Unfall & OP
Fünf Schritte inklusive BG-Besonderheiten und Wahl der Kommunikationsstufe.
PDF folgt in KürzeErgotherapie-Verordnung Ortho / Unfall / Neurochirurgie
Mit Verordnungswegweiser A–D und Vollständigkeitscheck für Muster 13.
PDF folgt in KürzeStrukturen, auf die Sie sich verlassen können
Foto: Malvin Boer
Der erste Schritt ist ein Austausch — kein Verkaufsgespräch
Ob konkreter Patientenfall, Verordnungsfrage oder Interesse an einer strukturierten Zusammenarbeit: Melden Sie sich — wir nehmen uns Zeit.
info@rehamed-unioncarre.de
Wir antworten in der Regel am selben Werktag.
KIM
Sichere Kommunikation über die Telematikinfrastruktur — direkt aus Ihrem Praxisverwaltungssystem.
Es geht nicht darum, Patientinnen
und Patienten zu schicken —
sondern darum, sie gemeinsam besser zu
versorgen.
„Die Qualität einer Kooperation zeigt sich nicht in der Präsentation — sondern im ersten gemeinsam versorgten Patientenfall. Vielleicht ist dies der Beginn einer Zusammenarbeit, die vor allem eines bewirkt: eine noch bessere Versorgung der Menschen, die wir gemeinsam betreuen."